Einsatzreicher Abend für die Abteilung Stadtmitte

Die geplante Maschinistenübung musste leider ausfallen, da die Abteilung Stadtmitte am Dienstagabend gleich zweimal kurz hintereinander alarmiert wurde.

DatumUhrzeitOrtMeldungAbt.
27.03.201817:12ArnulfstraßeRauchentwicklung im GebäudeMI
27.03.201818:06HeßstraßeWachbesetzungMI
27.03.201819:06SchwanthalerstraßeRauchentwicklung im GebäudeMI

Das erste Mal wurde die Abteilung gegen 17:10 zu einer Rauchentwicklung in einem Bürogebäude in die Arnulfstraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war kein Rauch, jedoch Brandgeruch im Gebäude feststellbar. Bei der weiteren Erkundung wurde im Bereich einer Baustelle im zweiten Untergeschoss eine brennende Dehnfuge entdeckt. Mit Räumhaken wurde das Fugenmaterial herausgeholt und abgelöscht. Verletzt wurde niemand. Während der Löscharbeiten kontrollierten Einsatzkräfte der Abteilung Stadtmitte mit Atemschutz die angrenzenden Stockwerke sowie die Treppenhäuser. Bei dem zirka eineinhalbstündigen Einsatz war die Abteilung Stadtmitte mit allen vier HLFs sowie dem ASW vor Ort. Im Verlauf des Einsatzes wurden zwei HLFs auf die Feuerwache 4 - Schwabing zur Wachbesetzung verlegt.

Nicht lange nach dem Einrücken ins Gerätehaus, erfolgte gegen 19:00 eine erneute Alarmierung. Innerhalb von Minuten konnte die Abteilung mit dem MZF als Führungsfahrzeug und drei HLFs ausrücken. Das 4. HLF und der ASW folgten.

Gemeldet war eine Rauchentwicklung in einem Hochhaus. Der Hausmeister teilte den Einsatzkräften mit, dass es im Untergeschoss im Bereich der Müllpresse brennen würde. Sofort wurden mehrere Atemschutztrupps in das Gebäude geschickt. Die Erkundung im komplett verrauchten Kellerbereich ergab einen Brand von Unrat in einem Müllabwurfschacht nahe der Müllpresse. Über eine Revisionsklappe konnte das Material abgelöscht und ins Freie gebracht werden. Bis dahin hatte der Brandrauch über den Abwurfschacht, die Flure auf allen Ebenen des Hochhauses sowie den Elektrogroßhandel so stark verraucht, dass eine Evakuierung unumgänglich war. Bereits vor Eintreffen der Feuerwehr war ein Großteil der Bewohner sowie die Kunden des dort ansässigen Elektrogroßhandels vor der Verrauchung ins Freie geflüchtet. Weitere Personen wurden von Feuerwehr und Polizei aus dem Hochhaus geleitet. Atemschutztrupps kontrollierten das gesamte Hochhaus nach gefährdeten Personen. Teilweise drang der Rauch auch in Wohnungen ein. Wo kein Schlüssel unmittelbar verfügbar war, mussten zur Kontrolle der Wohneinheiten Türen mit technischem Gerät geöffnet werden. Die umfangreiche und äußerst aufwendige Entrauchung des Gebäudekomplexes wurde mit mehreren Hochleistungslüftern durchgeführt. Glücklicherweise wurde bei dem Brandereignis niemand verletzt. 23 Personen wurden durch die Einsatzkräfte vorübergehend im Großraumrettungswagen betreut. Die Abteilung Stadtmitte unterstütze bei der Evakuierung und der Rückführung der Bewohner. Sie hatte bei Kontrolle der Wohneinheiten auch einige Türöffnungen vornehmen. Zudem stellte sie eine Atemschutznotfallstaffel.

 

Die gezeigten Bilder sind vom zweiten Einsatz in der Schwanthalerstraße.