Entschärfung einer Fliegerbombe

Eine Fliegerbombe ist in Denning im Garten eines Mehrfamilienhauses am Freitagnachmittag erfolgreich entschärft worden. Über 4000 Bewohnerinnen und Bewohner mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen.

Nr. Datum Uhrzeit Ort Meldung Einsatzart Abt.
1 23.09.2022 11:53 Ostpreußenstraße Erkundung Sonstiger Einsatz FR, L, MB, MI, OF, RI, TR, WT

Am Freitagmorgen legte ein Bauarbeiter bei Erdaushubarbeiten mit dem Bagger in einem Garten in der Ostpreußenstraße eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg frei. Schnell war klar, dass sie entschärft werden musste. Daraufhin legte der Sprengmeister gegen halb zwölf Uhr einen Radius von 500 Metern um den Fundort fest, innerhalb dessen Anwohnerinnen und Anwohner evakuiert werden mussten. Etwa 4.400 Menschen leben in diesem Bereich.

Um 13 Uhr begann die Evakuierung. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr gingen von Tür zu Tür, um die Betroffenen zu informieren und Kranke zu transportieren. Wer bei Familie oder Freunden nicht unterkam, wurde von der Freiwilligen Feuerwehr in der Sammelstelle an der Elektrastraße betreut. Straßenzüge wurden abgesperrt. Insgesamt waren etwa 170 Kräfte von Polizei, Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie vom Rettungsdienst im Einsatz.

Kurz vor 17 Uhr war der Bereich schließlich geräumt, und der Sprengmeister begann mit der Entschärfung der Fliegerbombe. Nach knapp anderthalb Stunden – um 18:20 Uhr – gab er Entwarnung. Dank der reibungslosen Koordination aller beteiligten Kräfte - Feuerwehr, Polizei, Stadtwerken und Rettungsdienst sowie der hervorragenden Kooperation aller evakuierten Anwohnerinnen und Anwohner – gab es weder Verletzte noch kam es zu Schäden.

Von der FF München wurden alarmiert die Abteilungen Oberföhring, Riem, Freimann, Stadtmitte, Michaeliburg, Trudering und Waldtrudering sowie die Leitung der FF München. So wurden zum Beispiel zur Warnung der betroffenen Gebiet zwei MOBELA-Fahrzeuge gemäß dem Konzept „Warnen und Informieren“ eingesetzt und die Evakuierung unterstützt. Insgesamt waren 85 Aktive der FF München beteiligt.