Unsere Geschichte

Die Jahre nach der Gründung und der erste Alarm

1969

Die „Löschgruppe Mitte“ wird auf Initiative des damaligen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr München Dipl. Ing. Heinrich Reuter im Herbst gegründet. Geführt wird diese Abteilung von dem Oberlöschmeister Vitus Konold und dem Hauptfeuerwehrmann Günter Hölzl (später Oberbranddirektor von München) als sein Vertreter.

1970

Die erste Dienstversammlung wird in der Gaststätte „Zum fröhlichen Schützen“ in der Astallerstraße im Januar abgehalten. Die Löschgruppe verfügt zu dieser Zeit über kein eigenes Gerätehaus. Das Einsatzfahrzeug ein Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS ist in einer Tiefgarage (für Fahrzeuge des Katastrophenschutzes) in der Reichenhaller Straße untergebracht.

1971

Die Abteilung erhält zu dem vorhandenen Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS ein weiteres Fahrzeug des Bundes, den Schlauchkraft-wagen SKW.

In der Mitte des Jahres wird die Löschgruppe in den Alarmierungsplan der Berufsfeuerwehr München aufgenommen und kann mit beiden Fahrzeugen an Einsätzen teilnehmen. Die Alarmierung erfolgte telefonisch, da zu dieser Zeit noch keine Funkalarmempfänger zur Verfügung standen.

26. Juli 1971

Am 26. Juli 1971 erfolgt die erste Probealarmierung und es dauert 15 Minuten, bis die Löschgruppe ausrücken kann. Der erste Einsatz erfolgt am 31. Oktober 1971, als ein Heustadl im Gut Freihamm brennt. Der zweite Einsatz ist gleich am Folgetag, den 01. November 1971. Es brennt ein Scheunentrakt in einem Klostergut in Berg am Laim.

1972

Die Löschgruppe ist bereits auf eine Stärke von 50 bis 60 Mann gestiegen. Ein neues Fahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug TLF 8 wird der Löschgruppe zugewiesen. Die Löschgruppe verfügt nun über 18 Sitzplätze auf den Alarmfahrzeugen, was einem Löschzug entspricht. Außerdem erhalten wir ein eigenes Fahrzeugfunkgerät, dass in das LF 16 TS eingebaut wird. Ebenso beginnt die Umstellung auf eine "stille Alarmierung". Anlässlich der Olympischen Spiele im Olympiagelände beteiligt sich die Löschgruppe Mitte an der ständigen Wachen (täglich 18 Stunden). Sie nimmt dort täglich von 8:00 bis 16:00 Uhr teil.

Die Löschgruppenführung legt ihr Amt nieder: Ulrich Raum wird Löschgruppenführer Fritz Botzenhardt wird sein Stellvertreter.

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Umzug in das Zentrum für Katastrophenschutz und Gründung des Feuerwehrvereins

1973

Die Einordnung des „Luftschutzhilfsdienst“ in den „erweiterten Katastrophenschutz“ wird vorgenommen. Die Löschgruppe Mitte wird in einer neuen Unterkunft einquartiert. Das neue Zentrum für den Katastrophenschutz (ZfK) befindet sich in der Heßstraße 120. 

1974

Im Herbst erhält die Löschgruppe ein weiteres Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS aus den Beständen des Katastrophenschutzes.

1975

Die Löschgruppe erhält zur technischen Hilfeleistung ein Hilfsrüstfahrzeug HRW auf Mercedes Unimog - Fahrgestell. Der Einsatzwert der Löschgruppe steigert sich dadurch enorm. Gerade bei Unwettereinsätzen verfügt die Löschgruppe jetzt über die notwendige technische Ausrüstung.

Die Löschgruppe verfügt jetzt über 5 Einsatz- fahrzeuge und über 30 Sitzplätze. Nach den Richtlinien des Katastrophenschutzes besitzt die Löschgruppe einen „Löschzug Wasser“ und einen „Löschzug Rettung“. 

1977

Die Abteilung erhält erstmals ein städtisches Einsatzfahrzeug. Es ist ein Löschgruppen- fahrzeug LF 16 (Straße) mit einem 800 Liter Wassertank. Dafür wird ein Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS abgezogen.

1979 

Die Berufsfeuerwehr München feiert ihr 100 jähriges Bestehen. Die Abteilung Stadtmitte besetzt während des Festzuges und der Feierlichkeiten die Feuerwache 1 um den Brandschutz gewährleisten zu können.

1980

Die Abteilung gründet am 12. Mai einen eigenen Unterstützungsverein „Freunde der Freiwilligen Feuerwehr München Abteilung Stadtmitte e.V.“.

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Der 1. ABC Zug München Stadt und die Jugendgruppe Mitte

1984

Die Abteilung Stadtmitte übernimmt den „1. ABC - Zug München Stadt“. Dieser Zug besteht aus 5 Fahrzeugen

  • 1 AC-Erkundungsfahrzeug AC-ErkTrKw (Bund)
  • 1 AC-Erkundungsfahrzeug AC-ErkKw (Bund)
  • 1 Dekontaminations-Mehrzweckfahrzeug DMF (Bund)
  • 1 Gerätewagen Dekontamination GW - Deko auf Mercedes Unimog-Fahrgestell (städtisch)
  • 1 Gerätewagen Strahlenschutz GWS (Land)

Die Sitzplatzkapazität erhöht sich enorm. Es stehen neben den 30 Sitzplätzen der Feuerwehrfahrzeuge nun zusätzlich 27 weitere zur Verfügung.

Die Abteilung erhält 20 tragbare Funkalarmempfänger (Motorolla) und ist somit tagesalarmsicher.

1985

Im Frühjahr wird der Hilfsrüstwagen HRW durch einen Rüstwagen RW1 auf Magirus Fahrgestell ersetzt.

1988

Die Abteilungsführung legt ihr Amt nieder. Neu gewählt werden als Abteilungsführer: Thomas Schubert und als sein Stellvertreter: Jürgen Arnold.

1990

Als Ersatz für drei Tanklöschfahrzeuge TLF 8 auf Unimog Fahrgestell erhält die Abteilung ein Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS neuester Bauart.

1992

Im Januar wird eine eigene Jugendgruppe gegründet, die aus vier Jugendlichen besteht.

Rudolf Laar wird vom Abteilungsführer als sein Stellvertreter eingesetzt.

1993

Die Abteilung Stadtmitte übernimmt, wie auch die weiteren 20 Abteilungen, erstmals, zur Entlastung der Berufsfeuerwehr, die turnusmäßige Überprüfung der öffentlichen Hydranten (etwa 700 Stück) in den Stadtteilen Neuhausen und Schwabing.

1998

Mathias König wird vom Abteilungsführer als sein Stellvertreter eingesetzt.

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Die Jahrtausendwende und Erneuerung des ABC Zugs

1999

Anlässlich der Silvesterfeierlichkeiten und der Ungewissheit wie die EDV-Technik auf den Datumssprung von 1999 auf das Jahr 2000 reagieren wird, hat die Branddirektion München angeordnet, dass jedes Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr zu besetzen ist. Die ersten Einsätze wurden gegen 22:00 Uhr gefahren. Gegen 5:00 Uhr wird die Bereitschaft aufgehoben.

2001

Die Abteilung erhält als Ersatzbeschaffung für das Dekontaminations-Mehrzweck-Fahrzeug (DMF) das fabrikneue Dekontaminationsfahrzeug Personen (Dekon P) für den 1. ABC-Zug München Stadt.

2002

Die Abteilung erhält als weitere Ersatzbeschaffung für den AC- Erkundungskraftwagen und AC-Erkundungstruppkraftwagen den fabrikneuen AC-Erkunder für den 1. ABC-Zug München Stadt.

Die Abteilungsführung wird neu gewählt. Markus Drexler wird Abteilungsführer, Markus Richter sein Stellvertreter.

Die Abteilung ist mit 15 Feuerwehrmännern/-frauen bei der Flutkatastrophe in Dessau eingesetzt. Die Aufgabe bestand darin, die bereits aufgeweichten Deiche zu sichern.

2003

Pünktlich zu Weihnachten ist das neue LF 16 bei der Abteilung eingetroffen. Dieses Fahrzeug ist zusätzlich zum bereits vorhandenen Fuhrpark hinzugekommen.

Die Abteilung besitzt nun 4 Löschfahrzeuge und 4 weitere Fahrzeugen des 1. ABC-Zug München Stadt.

2005

Ein Jahrhunderhochwasser das sich im bayerischen Oberland ausbreitete führte dazu, dass Überlandhilfe im Bereich Bad Tölz und in der Nähe von Penzberg geleistet werden musste. Die Abteilung beteiligte sich an dieser Überlandhilfe mit zwei Fahrzeugen und 15 Feuerwehrdienstleistenden.

In München verblieben zwei weitere Fahrzeugeund für die Hochwasserschäden, die die Isar in der Au und im Lehel verursachte waren weitere 24 Feuerwehrdienstleistende eingesetzt.

2006

Dieses Jahr war durch heftigen Schneefall geprägt. Im Februar waren wir gefordert um Überlandhilfe in Bayerisch Eisenstein zu leisten, bevor es uns in München auch einschneite.

Die nächste große Aufgabe war dann die Bereitschaft im Gerätehaus wegen der Fussball WM 2006. An sechs Spieltagen musste eine erhöhte Sicherheit gewährleistet werden.

Als besonderes Highlight bekam die Abteilung dann auch noch einen neuen Abrollbehälter zur Dekontamination von Personen.

Der Papstbesuch in München bildete den Abschluss der Besonderheiten in 2006.